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3. Dezember 1984 - Die Katastrophe von Bhopal

Zum Geschehen

Anfang des Jahres 2015 übernahm unsere Gruppe das Gasunglück von Bhopal (Indien) als Einzelfall. Über 35 Tonnen giftiger Gase strömten in der Nacht vom 2. zum 3. Dezember 1984 aus einer Pestizidfabrik der Union Carbide India Limited, einer indischen Tochtergesellschaft der multinationalen US Union Carbide Corporation. Tausende Menschen starben und noch heute leiden viele unter den erlittenen Verletzungen und Vergiftungen der bislang größten Chemiekatastrophe der Geschichte. Noch heute – über 30 Jahre nach dem Unglück – warten Überlebende der Katastrophe auf eine gerechte Entschädigung, angemessene medizinische Behandlung und umfassende wirtschaftliche und soziale Rehabilitierung. Das Betriebsgelände ist nach wie vor nicht gereinigt worden, sodass giftige Abfälle die Umwelt und das Grundwasser kontaminieren, auf welches die umliegenden Gemeinden als Trinkwasser angewiesen sind. Bis heute ist niemand für das Gasunglück und seine schrecklichen Folgen zur Verantwortung gezogen worden.

Mehr zu dem Fall kannst du hier erfahren. Alternativ kannst du dir auch die nachfolgende Dokumentation ansehen:

Petition unterzeichnen

Du möchtest sofort aktiv werden und etwas für die Opfer der Bhopal-Katastrophe tun? Dann klicke auf den nachfolgenden Link und schicke Petitionen an den Indischen Premier-Minister Narendra Modi und den Amerikanischen Präsidenten Barack Obama:
hier geht es zur Onlinepetition





Was ist ein "Einzelfall"?

Die sogenannten Einzelfälle stellen eine der für AMNESTY INTERNATIONAL typischen Arbeitsweisen dar. Als Einzelfälle bezeichnen wir einzelne Menschen oder bestimmte Menschengruppen, die Opfer von Menschenrechtsverletzungen geworden sind oder in Gefahr schweben diese zu erleiden. Durch Unterschriftenaktionen, Petitionen, Briefaktionen, Informationsveranstaltungen und andere Aktionen versuchen wir, den betroffenen Menschen zu helfen bzw. deren Situation zu verbessern. Meist werden Briefe (wie die oben verlinkte Petition) vorbereitet, welche unsere Forderungen enthalten und an die Verantwortlichen verschickt werden. Die Masse der Briefe - es arbeiten in der Regel noch weitere Amnesty-Gruppen weltweit für einen Einzelfall - hat Betroffenen in der Vergangenheit schon mehrmals zu einer Verbesserung ihrer Situation verholfen. Ziel ist es aber auch, mit einem positiven Ausgang eines Einzelfalles eine Art "Präzedenzfall" zu schaffen, sodass im besten Falle Gesetzesänderungen im Sinne der Menschenrechte vorgenommen werden oder Menschen in ähnlich gelagerten Situationen schneller geholfen werden kann bzw. diese gar nicht erst in eine missliche Lage geraten.

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